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Trainingspläne

Trainingsplan-App: worauf es beim Plan wirklich ankommt

Einen Trainingsplan zu schreiben kann jede Tabelle. Der Aufwand entsteht danach: in der Woche darauf, beim zwanzigsten Kunden, beim dritten Mal Umbauen. Genau dort trennen sich die Programme – und genau dort schaut man beim Vergleichen selten hin.

Wer das hier schreibt

Wir bauen selbst so eine App. Das ist keine neutrale Testredaktion. Was unten steht, gilt trotzdem unabhängig vom Anbieter – und wo wir selbst nichts anbieten, steht das auch da.

1. Wie ist ein Plan aufgebaut?

Fast alle Programme arbeiten mit derselben Schachtelung: ein Plan über mehrere Wochen, darin Tage, darin die Übungen. Der Unterschied liegt in der Ebene dazwischen. Ohne eine Gruppierung innerhalb des Tages steht am Ende eine lange Liste, in der Aufwärmen, Hauptteil und Abschluss gleich aussehen. Mit Blöcken lässt sich ein Tag lesen wie ein Trainingsplan und nicht wie eine Einkaufsliste – und ein einzelner Block lässt sich austauschen, ohne den Tag neu zu bauen.

Praktischer Test vor der Entscheidung: Bau einen deiner echten Pläne nach, nicht den Beispielplan des Anbieters. Nach zwanzig Minuten weißt du, ob die Struktur zu deiner Arbeit passt.

2. Musst du Wochen abtippen?

Das ist die Stelle, an der Zeit verloren geht. Trainingspläne wiederholen sich – dieselbe Woche mit mehr Gewicht, dieselbe Grundwoche für einen zweiten Kunden mit ähnlichem Ziel. Wenn eine Woche sich nicht kopieren lässt, tippst du pro Kunde und Monat eine halbe Stunde, die niemand bezahlt. Frag konkret nach: Lässt sich eine Woche in denselben Plan kopieren? Und lässt sie sich auf einen anderen Kunden kopieren? Das zweite können deutlich weniger Programme.

3. Sieht der Kunde die Übung – oder nur ihren Namen?

„Rudern vorgebeugt, 3×10" ist für dich eindeutig und für die meisten Kunden nicht. Wer sich unsicher ist, macht die Übung falsch oder lässt sie weg, und du erfährst es erst beim nächsten Termin. Ein Bild pro Übung löst das Problem fast vollständig.

Achte darauf, ob die Bibliothek mitgeliefert wird oder ob du sie selbst füllen sollst. „Eigene Übungen anlegbar" klingt nach Freiheit und bedeutet oft: Du fotografierst 200 Übungen selbst. In activfit sind 513 Übungen enthalten, jede mit Foto – und zwar in einer weiblichen und einer männlichen Fassung, damit deine Kundin nicht auf einen Mann schaut und umgekehrt. Dazu bekommt jede Übung eine Kurzanleitung: drei Schritte in einfachen Worten und der Fehler, den fast alle machen. Eigene Übungen kannst du zusätzlich anlegen, samt eigenem Video.

4. Wie kommt die Rückmeldung zurück?

Ein Plan ohne Rückkanal ist ein PDF mit Extraschritten. Du willst nach der Einheit wissen: Hat sie trainiert? Wie schwer war es? Gab es etwas zu sagen? Üblich – und ausreichend – sind drei Angaben: erledigt ja/nein, eine Anstrengungs-Zahl (RPE) und ein Kommentarfeld. Ein Foto dazu ist mehr wert, als es klingt: Wer seinen Trainingsplatz oder den Geräte-Display fotografiert, erspart euch beiden drei Nachrichten hin und her.

Wichtig ist, dass der Rückkanal eine Stelle hat. Wenn Rückmeldungen über WhatsApp, E-Mail und App verteilt eingehen, hast du nichts gewonnen.

5. Was muss der Kunde installieren?

Jede Hürde zwischen Link und erster Nutzung kostet dich Kunden. Ein Download aus dem App Store bedeutet: Store öffnen, suchen, Konto bestätigen, Passwort, Update-Meldungen. Erfahrungsgemäß steigt ein Teil deiner Kunden genau dort aus, und du merkst es nicht einmal.

Die Alternative ist eine App, die im Browser läuft und sich mit zwei Fingertipps auf den Startbildschirm legen lässt. Danach sieht sie aus wie jede andere App und startet genauso. So machen wir es – kein Store, keine Wartezeit auf Freigaben, Verbesserungen sind sofort da.

6. Wem gehört der Plan, wenn du gehst?

Frag vor dem ersten Kunden, nicht nach dem hundertsten: Kommst du an deine Pläne und Kundendaten heran, wenn du wechseln willst? In welchem Format? Und wie lange bist du gebunden? Ein Jahresvertrag mit dreimonatiger Kündigungsfrist bindet dich bis zu fünfzehn Monate.

Wann du keine App brauchst

Ehrlich: Bei drei oder vier Kunden, die du ohnehin jede Woche siehst, reicht eine Tabelle oder ein PDF. Der Aufwand, eine Software einzurichten, lohnt sich ab etwa zehn Kunden – oder früher, wenn du dein Training nicht nur im Studio begleitest, sondern zwischen den Terminen.

Worauf achtenWarum es später zählt
Blöcke innerhalb eines Tagessonst wird jeder Tag eine lange Liste
Woche kopieren – auch zu anderen Kundenspart pro Kunde eine halbe Stunde im Monat
Übungsbibliothek mitgeliefert?sonst fotografierst du selbst
Bild statt nur Übungsnameverhindert falsch ausgeführte Einheiten
Rückmeldung an einer Stelleverstreute Antworten kosten mehr Zeit als keine
Store-Download nötig?jede Hürde kostet dich Kunden
Datenexport und Laufzeitentscheidet, wie teuer ein Wechsel wird

So handhaben wir es

Wochenplan mit Blöcken, Woche kopieren – auch auf einen anderen Kunden, 513 Übungen mit Anleitung und Foto in zwei Fassungen, 170 Rezepte, Rückmeldung mit Anstrengung, Kommentar und Foto, kein Store-Download. Alle Funktionen in jedem Tarif, 14 Tage kostenlos, ohne Zahlungsdaten, monatlich kündbar.

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