Wir machen die zweite Hälfte: Übungspläne, Verlauf, Kommunikation. Wir rechnen nicht mit Krankenkassen ab, verwalten keine Heilmittelverordnungen und ersetzen kein Praxisverwaltungssystem. Wenn du genau das suchst, hör hier auf – dafür gibt es eigene Anbieter, und die machen das besser als jede Trainings-App.
Der Übungsplan für zuhause
Die Übungen, die zwischen zwei Terminen zuhause stattfinden, entscheiden über den Fortschritt – und sind die Stelle mit dem größten Schwund. Ein Zettel aus dem Kopierer verschwindet in der Schublade, ein PDF in den Downloads. Eine App auf dem Startbildschirm bleibt sichtbar.
Entscheidend ist, dass die Übung gezeigt wird und nicht nur benannt. „Schulterblatt- Retraktion, 3×12" ist für dich eindeutig, für die Patientin selten. In activfit sind 513 Übungen enthalten – jede mit einer Kurzanleitung in einfachen Worten und mit Foto in einer weiblichen und einer männlichen Fassung. Rund 150 davon kommen aus dem Physio- und Beweglichkeitsbereich: Katze-Kuh, Dehnungen, Mobilisation, Rumpfstabilität, Gleichgewicht. Eigene Übungen kannst du ergänzen, mit eigenem Video.
Befund festhalten – an einer Stelle
Was du im Erstgespräch erfährst, steht sonst in drei Notizbüchern und einem Kopf. In der Kundenakte gibt es dafür einen festen Platz: Beschwerde, seit wann, was ärztlich festgestellt wurde, aktuelle Einschränkungen und das gemeinsame Ziel.
Die betroffene Person kann ihren Befund lesen, aber nicht ändern. Das ist Absicht: Der Befund ist deine fachliche Aufzeichnung, kein gemeinsames Notizfeld. Gleichzeitig weiß sie damit jederzeit, woran ihr arbeitet – das erspart die Frage „Was war noch mal das Ziel?".
Verlauf statt Momentaufnahme
„Geht's besser?" ist die am schlechtesten zu beantwortende Frage im Behandlungsraum. Menschen erinnern den letzten schlechten Tag, nicht den Durchschnitt. Ein Verlauf löst das.
Du legst fest, welche Regionen verfolgt werden – Nacken, Schulter links oder rechts, oberer oder unterer Rücken, Hüfte, Knie und so weiter. Die Patientin trägt dazu einen Wert von 0 bis 10 ein, dazu wie sehr es den Alltag einschränkt, und bei Bedarf einen Satz. Daraus entsteht eine Kurve über die Wochen, die ihr gemeinsam anschaut. Wähl ein, höchstens zwei Regionen – wer jeden Tag acht Zahlen eintragen soll, trägt nach einer Woche gar nichts mehr ein.
Wichtig: Das ist eine Aufzeichnung dessen, was die Person berichtet – keine Messung, keine Auswertung, keine Diagnose. Die App rechnet nichts aus und schlägt nichts vor. Die fachliche Beurteilung bleibt bei dir.
Nahrungsergänzung: festhalten, nicht empfehlen
Viele Patientinnen nehmen etwas – Magnesium, Vitamin D, was auch immer. Für dich ist es nützlich zu wissen, was; deshalb gibt es dafür ein Feld in der Akte: Mittel, Menge, Zeitpunkt, seit wann.
Was es nicht gibt, ist eine Vorschlagsliste oder ein Text, wofür ein Mittel gut sein soll. Sätze wie „Magnesium hilft gegen Krämpfe" sind Heilaussagen und nach dem Heilmittelwerbegesetz unzulässig – wir formulieren sie nicht vor und bieten sie auch nicht zur Auswahl an. Was du selbst hineinschreibst, verantwortest du; unter der Karte steht der Hinweis auf Ärztin oder Apotheke. Wenn dir eine Software hier fertige Empfehlungen anbietet, ist das kein Komfort, sondern ein Risiko, das bei dir landet.
Gesundheitsdaten: die Pflichten liegen bei dir
Beschwerden, Schmerzwerte, ärztliche Befunde sind Gesundheitsdaten – die am strengsten geschützte Kategorie der DSGVO. Drei Dinge solltest du bei jedem Anbieter klären:
- Wo stehen die Server? Bei uns in Frankfurt am Main.
- Gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung? Bei uns ist er Teil der Anmeldung – du bist für die Daten deiner Patientinnen verantwortlich, wir verarbeiten sie in deinem Auftrag.
- Werden Gesundheitsangaben nur mit Einwilligung gespeichert? Bei uns ja, und sie lässt sich widerrufen.
Dazu die Frage, die selten gestellt wird: Kann ein anderer Behandler in derselben Software deine Patientinnen sehen? Bei uns nicht – die Trennung ist in der Datenbank verankert und wird mit automatischen Tests überprüft, nicht nur in der Oberfläche ausgeblendet.
Was du sonst noch brauchst
Termine, Nachrichten und ein Check-in gehören in dieselbe App, sonst verteilt sich die Kommunikation wieder auf WhatsApp und Telefon. Ernährung ist für manche Praxen Thema, für andere nicht – achte darauf, dass du sie abschalten kannst, statt sie mitzubezahlen. Bei uns stellst du selbst ein, welche Bereiche deine Patientinnen überhaupt sehen.
| Worauf achten | Warum |
|---|---|
| Übung mit Bild, nicht nur Name | zuhause ist niemand da, der es zeigt |
| Befund an einer festen Stelle | sonst liegt er in drei Notizbüchern |
| Verlauf je Region, nicht nur „heute" | Erinnerung täuscht, die Kurve nicht |
| Keine vorformulierten Wirkaussagen | Heilmittelwerbegesetz – das Risiko trägst du |
| Serverstandort und AV-Vertrag | Gesundheitsdaten, und du bist verantwortlich |
| Trennung zu anderen Behandlern | muss in der Datenbank sitzen, nicht in der Ansicht |
| Bereiche abschaltbar | sonst zahlst du für Ernährung, die du nie nutzt |
| Kassenabrechnung nötig? | entscheidet über die ganze Kategorie |
So handhaben wir es
Übungsplan mit Bildern, Befund und Schmerzverlauf je Region, Termine, Nachrichten, Check-in – alles in jedem Tarif, mit deinem Logo. Server in Frankfurt, AV-Vertrag inklusive, Einwilligung für Gesundheitsdaten eingebaut. Keine Kassenabrechnung. 14 Tage kostenlos, ohne Zahlungsdaten, monatlich kündbar.
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